Wir begreifen Organisationen
als lebendige Organismen
In Organisationen kommen Menschen in Strukturen zusammen und verfolgen einen gemeinsamen Zweck. Menschen interagieren miteinander und beeinflussen sich dabei gegenseitig. Zugleich wird ihr Handeln durch die Strukturen und den gemeinsamen Zweck geprägt – und wirkt seinerseits auf beide zurück.
Jede Organisation verändert sich im Zeitverlauf – durch bewusstes Gestalten ebenso wie durch unbewusstes Handeln und Unterlassen. Zweck und Strategie, Menschen und Führung sowie Strukturen und Prozesse bilden dabei die zentralen organisationalen Dimensionen des Modells. Sie wirken nicht isoliert, sondern prägen die Organisation in ihrem Zusammenspiel.
Aus diesem Zusammenspiel entstehen wiederkehrende kulturelle Muster. Kultur durchdringt die Organisation und wirkt wiederum auf die organisationalen Dimensionen zurück: darauf, wie Menschen handeln, wie Strukturen gelebt werden und wie Strategie verstanden und umgesetzt wird. Entscheidend ist, wie gut die organisationalen Dimensionen aufeinander abgestimmt sind und welche kulturellen Muster daraus entstehen. Wie in einem Orchester kommt es nicht allein auf die einzelnen Musiker an, sondern darauf, wie gut sie zusammenspielen.
Dieser innere Fit allein reicht allerdings noch nicht aus: Jede Organisation ist in eine spezifische Umwelt eingebettet. Externe Entwicklungen und Anspruchsgruppen schaffen Anforderungen, Möglichkeiten und Spannungsfelder, auf die sich die Organisation fortlaufend einstellen muss. Zum inneren Fit kommt deshalb der äussere Fit – die Passung zur Umwelt: Die Organisation muss anschlussfähig an ihre Umwelt sein – oder in der Metapher gesprochen: Die Symphonie muss auch bei ihrem Publikum Anklang finden.





